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FAQ

Die drei Produktserien unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Ausgangssignale und Ausstattung.

  • QAM-Serie: Umsetzung von Satellitensignalen in DVB-C.
  • PCU-Serie: Ausgabe wahlweise als DVB-C oder DVB-T.
  • PXU-Serie: Wie die PCU-Serie, zusätzlich mit integriertem Eingangs-Multiplexer.

Beide Geräte bieten acht Ausgangskanäle und einen Ausgangspegel von bis zu 90 dBµV. Der wesentliche Unterschied liegt in der SAT-Zuführung: Während die PCU 8510 acht einzelne SAT-Zuleitungen benötigt, verfügt die PCU 8610 über einen integrierten 4×8-Multischalter. Dadurch reichen vier SAT-Zuleitungen aus, was den Installationsaufwand deutlich reduziert.

Folgende Geräte haben Triple-Tuner für den Mischbetrieb:

  • 4 Tuner: PCU 4111, 4121, 4131, 4141
  • 8 Tuner: PCU 8112, 8122, 8130, PXU 848 C/T/IP

Die Triple Tuner ermöglichen wahlweise den Empfang von DVB-S/S2; DVB-T/T2 oder DVB-C Signalen.

Ja. Mehrere POLYTRON-Kompaktkopfstellen lassen sich zu einer gemeinsamen Anlage kaskadieren. Dank Nachbarkanalbetrieb und einer gemeinsamen NIT erscheint das gesamte Programmangebot beim Sendersuchlauf als ein zusammenhängendes Netz. Dadurch lassen sich auch umfangreiche Anlagen mit mehr als 100 TV-Programmen realisieren.

POLYTRON empfiehlt die Umsetzung in DVB-C. Es können pro Ausgangskanal deutlich mehr Programme übertragen werden. Eine Umsetzung in DVB-T ergibt nur Sinn, wenn die Endgeräte nicht über einen DVB-C Tuner verfügen.

Ja. Je nach Anwendung können Sky-Programme zentral entschlüsselt oder verschlüsselt in das Netz eingespeist werden.

  •  Zentrale Entschlüsselung: Mit CI-Modul und einem passenden Sky-Hospitality-Abonnement.
  • Verschlüsselte Weiterleitung: Die Programme werden unverändert an Fernseher oder Receiver übertragen und dort entschlüsselt.
  • Folgende Kompaktkopfstellen sind mit jeweils 4 CI-Schächten ausgestattet: PCU 4111/4121/4131/4141; PCU 8112/8122; PXU 848 C/T/IP

Welche Ausgangsart sinnvoll ist, hängt in erster Linie von der vorhandenen Infrastruktur ab und ob es sich um einen Bestands- oder Neubau handelt.

Koax (DVB-C) ist meist die beste Lösung für bestehende Antennenverteilungen. Die Fernseher können ohne zusätzliche Set-Top-Box genutzt werden und es steht eine hohe Programmkapazität zur Verfügung.

IPTV bietet sich insbesondere in Neubauten oder bei vollständig IP-basierten Netzwerken an. Hier lassen sich TV-Dienste flexibel in vorhandene Netzwerkinfrastrukturen integrieren.

Ja. Die Geräte werden mit einer vorkonfigurierten Transponderliste für Astra 19,2° Ost ausgeliefert und sind dadurch schnell betriebsbereit.
Sollte eine andere Senderbelegung benötigt werden, kann diese jederzeit über das Webinterface oder die kostenlose Software SATC12 angepasst werden.

POLYTRON Kompaktkopfstellen werden weltweit unter verschiedensten klimatischen Bedingungen betrieben. Sie wurden konzipiert und gefertigt, um auch in Extremsituationen zuverlässig zu funktionieren.

POLYTRON Kompaktkopfstellen können in Umgebungstemperaturen zwischen 0 und 50 °C betrieben werden. POLYTRON setzt extrem hohe Standards an die Qualität allerverwendeten Bauteile.

Die ISO 9001 zertifizierte Fertigung am Produktionsstandort in Bad Wildbad trägt dazu bei, dass POLYTRON Kompaktkopfstellen „Made in Germany“ eine außergewöhnlich hohe Lebensdauer nachweisen können.

Die Konfiguration erfolgt abhängig von der jeweiligen Produktserie.

  • IPTV-Streamer: Einrichtung über das integrierte Webinterface im Browser.
  • DVB-C-/DVB-T-Kompaktkopfstellen: Konfiguration über die kostenlose Windows-Software SATC12.

Für die Einrichtung wird die Kompaktkopfstelle direkt oder über das Netzwerk mit dem Laptop verbunden.

  • IPTV-Streamer: Verbindung über LAN (RJ45) und einen kompatiblen Webbrowser.
  • DVB-C-/DVB-T-Kopfstellen: Standardmäßig über USB, bei aktuellen Modellen zusätzlich über LAN.

Die Konfiguration erfolgt über einen aktuellen Standard-Webbrowser. Für eine optimale Darstellung empfiehlt sich die Verwendung einer aktuellen Browser-Version.

Ja, sobald das Gerät in ein Netzwerk eingebunden ist und ein entsprechender Fernzugriff auf das Netzwerk besteht. Die konkrete Vorgehensweise hängt von der vorhandenen Netzwerkinfrastruktur ab. Sprechen Sie dazu den zuständigen lokalen IT-Administrator an.

Für reine Geräteeinstellungen ist keine aktive Signalzuführung erforderlich. Für die Analyse und Programmierung von Empfangsparametern muss die entsprechende Signalquelle angeschlossen sein.

Ja. Gespeicherte Konfigurationen ermöglichen eine schnelle Übertragung bewährter Einstellungen auf weitere Geräte oder bei Folgeprojekten.

Die Sicherung und Wiederherstellung erfolgt über:
Settings → Save Settings / Load Settings

Die aktuellen Softwarestände und Versionsinformationen finden Sie im Downloadbereich von POLYTRON unter https://www.polytron.de/de/service/download.

  • IPTV-Streamer: Das aktuelle Softwarepaket steht direkt zum Download bereit.
  • DVB-C-/DVB-T-Kopfstellen: Die Softwarestände sind Bestandteil des Installationspakets der SATC12-Programmiersoftware.

Prüfen Sie zunächst die USB-Verbindung und stellen Sie sicher, dass das Gerät korrekt mit Spannung versorgt wird. Falls erforderlich, installieren Sie die aktuelle Version der SATC12-Software und den USB-Treiber erneut.

Prüfen Sie zunächst, ob sich Laptop und Kompaktkopfstelle im gleichen Netzwerk befinden.

  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Laptop eine IP-Adresse im gleichen Subnetz wie die Kopfstelle besitzt.
  • Bei Werkseinstellung wird immer das Netzwerk 192.168.1.xxx / 255.255.255.0 verwendet.
  • Die voreingestellte IP-Adresse des jeweiligen Geräts finden Sie in der zugehörigen Bedienungsanleitung.
  • Ist die Kompaktkopfstelle in ein lokales Netzwerk eingebunden, kontaktieren Sie bitte den zuständigen IT-Administrator

Diese Meldungen weisen darauf hin, dass der Eingangstuner kein verwertbares Eingangssignal empfängt oder nicht auf den gewünschten Transponder synchronisieren kann. Die Ursache liegt in der Regel an der Signalzuführung, den Empfangseinstellungen oder der Versorgung der Signalquelle.

Bei „Tuner unlocked“ prüfen Sie:

  • Ist die richtige Empfangsfrequenz bzw. der richtige Transponder eingestellt?
  • Stimmen Symbolrate und Modulationsparameter mit dem Eingangssignal überein?
  • Ist der angeschlossene Satellit bzw. die Signalquelle korrekt ausgewählt?
  • Liegt ein ausreichender Signalpegel und eine ausreichende Signalqualität am Eingang an?

Bei „No Signal“ prüfen Sie zusätzlich:

  • Ist die Signalzuführung korrekt angeschlossen?
  • Liegt am Tunereingang tatsächlich ein HF-Signal an?
  • Bei SAT-Empfang: Sind LNB-Versorgung und DiSEqC-Einstellungen korrekt?
  • Bei Multischalteranlagen: Sind die richtigen SAT-Ebenen angeschlossen?
    Bei DVB-T/T2: Ist die Antennenversorgung bzw. 5-V-Versorgung korrekt konfiguriert?

Technischer Hintergrund:

  • „Tuner unlocked“ bedeutet: Der Tuner erkennt ein Signal, kann aber keine stabile Synchronisation mit dem Transportstrom herstellen.
  • „No Signal“ bedeutet: Am Eingang wird kein nutzbares Signal erkannt.

Ein „Tuner locked“ zeigt, dass der Eingangstransponder erfolgreich empfangen und synchronisiert wurde. Über das Kontextmenü Service List können anschließend die empfangenen Programme geprüft werden.

Die Input Service List enthält alle vom Tuner empfangenen Services. Die Output Service List zeigt die Programme, die für die Ausgabe umgesetzt werden.

Wenn die Output Service List leer ist, prüfen Sie folgende Punkte:

  • Sind in der Input Service List Programme vorhanden?
  • Wurden die gewünschten Services für die Ausgabe ausgewählt bzw. übernommen?
  • Ist die gewählte Ausgangsart (DVB-C/DVB-T/IP) für die gewünschte Programmanzahl ausreichend dimensioniert?
  • Bei DVB-T-Ausgang: Reicht die verfügbare Ausgangsbandbreite für die ausgewählten Services aus?

Hinweis:
Bei DVB-C-Ausgang wird die Output Service List in der Regel automatisch mit den verfügbaren Services befüllt, da die verfügbare Bandbreite eine umfangreiche Programmbelegung ermöglicht. Bei begrenzter Ausgangskapazität, beispielsweise bei DVB-T-Umsetzungen, kann eine Auswahl oder Reduzierung der Services erforderlich sein.

Ein gestecktes CI-Modul allein reicht nicht aus, um Programme zu entschlüsseln. Prüfen Sie zunächst in der Diagnose den Status des CAM und anschließend die Zuordnung der zu entschlüsselnden Services.

In der CAM-Diagnose werden die einzelnen Schritte mit einem grünen Haken oder einem roten X angezeigt:

  • CAM plugged: Das CI-Modul wurde erkannt und ist physisch gesteckt.
  • CAM initialized: Das CI-Modul wurde erfolgreich initialisiert und ist betriebsbereit.
  • Descrambling: Das Programm wird aktuell durch das CAM entschlüsselt.

Wenn einer dieser Punkte mit einem roten X angezeigt wird, liegt die Ursache im entsprechenden Schritt. Zusätzlich muss in der Output Service List das Programm für die Entschlüsselung ausgewählt werden:

  • Setzen Sie den Haken bei den Programmen, die über das CI-Modul entschlüsselt werden sollen.
  • Prüfen Sie anschließend den Status Descrambling in der Diagnose.

Hinweis:
Ein erkanntes und initialisiertes CAM entschlüsselt nicht automatisch alle verfügbaren Programme. Die gewünschten Services müssen für die Entschlüsselung ausgewählt und der CI-Verarbeitung zugeordnet werden.

Eine Pixelbildung im Ausgangssignal weist in der Regel auf eine Störung im übertragenen Datenstrom hin. Bei POLYTRON Kompaktkopfstellen treten dabei hauptsächlich zwei Ursachen auf:

1. Die verfügbare Nutzbandbreite ist ausgelastet (Overflow)

Wenn die Summe der Datenraten der ausgewählten Services die verfügbare Ausgangsbandbreite überschreitet, kann es zu einem Overflow kommen. Die Folge können Bildstörungen, Klötzchenbildung oder Aussetzer bei einzelnen Programmen sein.

Prüfen Sie:

  • Ist die verfügbare Ausgangsbandbreite ausreichend für die ausgewählten TV-Programme?
  • Wurden zusätzliche HD-Programme oder datenintensive Services hinzugefügt?
  • Werden bei DVB-T-Ausgang zu viele bzw. zu datenintensive Services auf einen Kanal gelegt?
  • Sind nicht benötigte Services in der Ausgangsbelegung deaktiviert?

2. Störungen oder Frequenzkonflikte im Verteilnetz

Auch eine fehlerhafte Ausgangsbelegung oder Störungen im Koaxialnetz können Pixelbildung verursachen.

Prüfen Sie:

  • Gibt es Störträger im verwendeten Frequenzbereich?
  • Werden Ausgangsfrequenzen von mehreren Kopfstellen oder Komponenten doppelt genutzt?
  • Sind die Ausgangskanäle korrekt geplant und ausreichend voneinander getrennt?
  • Sind die Ausgangspegel der Kopfstelle und der nachfolgenden Netzkomponenten korrekt eingestellt?

Hinweis:
Bei digitalen TV-Signalen äußern sich Qualitätsprobleme häufig durch Klötzchenbildung oder kurze Aussetzer. Eine Erhöhung des Ausgangspegels behebt die Ursache nicht, wenn die Ursache eine Bandbreitenüberschreitung (Overflow) oder eine Störung im Verteilnetz ist.

Bei IPTV-Programmen entstehen Pixelbildung und kurze Aussetzer häufig durch eine fehlerhafte Übertragung der Multicast-Datenströme im Netzwerk. Neben der Netzwerkauslastung spielt dabei insbesondere die IGMP-Konfiguration eine wichtige Rolle.

Prüfen Sie folgende Punkte:

1. IGMP-Snooping ist im Netzwerk nicht korrekt aktiviert

IPTV-Streams werden üblicherweise als Multicast übertragen. Ohne korrekt konfiguriertes IGMP-Snooping können Switches die Datenströme nicht gezielt an die benötigten Teilnehmer weiterleiten.

Mögliche Folgen:

  • unnötige Belastung des Netzwerks durch nicht benötigte Multicast-Ströme
  • Paketverluste
  • Bildstörungen oder Aussetzer

Prüfen Sie:

  • IGMP-Snooping-Status: Ist die Funktion auf allen beteiligten Switches im Datenpfad global und für das spezifische IPTV-VLAN aktiv?
  • IGMP-Querier-Konfiguration: Ist mindestens ein Switch (oder Router) im Netzwerk als aktiver Querier eingerichtet, um die Multicast-Tabellen zyklisch zu aktualisieren?
  • Switch-Auslastung (CPU/RAM): Zeigen die Netzwerkkomponenten eine erhöhte Last durch das Verarbeiten unkontrollierter Datenströme?
  • Port-Statistiken: Treten an den Schnittstellen der Endteilnehmer Paketverluste (Drops/Discards) oder CRC-Fehler auf?
  • Multicast-Verteilung: Werden die IPTV-Streams fälschlicherweise an Ports weitergeleitet, an denen überhaupt kein IPTV-Empfänger (Set-Top-Box) aktiv ist?
  • VLAN-Konfiguration: Sind die IPTV-Multicast-Ströme sauber in einem eigenen VLAN vom restlichen Datenverkehr getrennt?

2. Netzwerkkomponenten unterstützen bzw. verarbeiten Multicast nicht korrekt

Prüfen Sie:

  • Unterstützen die eingesetzten Switches IGMP-Snooping?
  • Ist IGMP-Snooping auf den entsprechenden Ports aktiviert?
  • Ist gegebenenfalls ein IGMP-Querier im Netzwerk vorhanden?
  • Werden VLANs und Netzwerkeinstellungen korrekt verwendet?

3. Netzwerkbandbreite oder Datenrate ist nicht ausreichend

Auch eine hohe Netzwerkauslastung kann zu Störungen führen.

Prüfen Sie:

  • Ist ausreichend Bandbreite zwischen IPTV-Streamer und Endgeräten vorhanden?
  • Gibt es Paketverluste oder hohe Netzwerklast?
  • Werden unnötige Multicast-Streams im Netzwerk verteilt?

Hinweis:
Bei IPTV führt eine fehlerhafte Multicast-Verteilung häufig nicht zu einem kompletten Ausfall, sondern zunächst zu Klötzchenbildung, kurzen Bildaussetzern oder eingefrorenen Bildern.